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Glossar

Beim Planen eines eigenen Hauses begegnen Sie vielen Fachbegriffen – von Blower-Door-Test bis Satteldach. Unser Glossar hilft Ihnen dabei, den Überblick zu behalten: Hier finden Sie kurze, verständliche Erklärungen zu allen wichtigen Begriffen rund um Architektur, Technik und Ausstattung.

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Walmdach

Ein Walmdach hat vier geneigte Dachflächen, die an einem gemeinsamen Dachfirst zusammenlaufen. Im Gegensatz zum klassischen Satteldach ist also auch der Giebelbereich überdacht. Gibt es keinen Dachfirst und treffen sich alle vier Dachflächen an einer gemeinsamen Spitze, spricht man von einem Zeltdach – einer Sonderform des Walmdachs, die meist bei quadratischer Grundfläche des Hauses vorkommt.

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit beschreibt, wie gut ein Material Wärme aufnimmt und an kältere Bereiche weitergibt. Je höher dieser Wert ist, desto schneller geht Wärme durch das Material verloren. In der Gebäudehülle ist deshalb eine niedrige Wärmeleitfähigkeit wünschenswert – etwa bei Dämmstoffen –, um den Energieverlust zu minimieren.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt die Umgebungswärme aus Luft, Erde oder Grundwasser, um ein Haus zu heizen und Warmwasser bereitzustellen. Dabei wird die aufgenommene Wärme mithilfe eines technischen Verfahrens auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und für das Heizsystem nutzbar gemacht. Die am meisten verkauften Wärmepumpen sind Kompressionswärmepumpen, speziell Luft-Wasser-Wärmepumpen, die auch bei Finger-Häusern als Standard-Wärmeerzeuger zum Einsatz kommen. Wärmepumpen benötigen keine fossilen Brennstoffe wie Öl oder Gas und sind daher umwelt- und ressourcenschonend.

Wärmerückgewinnung

Wärmerückgewinnung bezeichnet ein Verfahren, bei dem Wärme zum Beispiel aus Abluft oder Abwasser genutzt wird, um frische Luft oder Frischwasser vorzuwärmen. In modernen Häusern kommt sie vor allem in Lüftungsanlagen zum Einsatz – etwa durch Wärmetauscher, die der verbrauchten Luft Wärme entziehen, bevor diese nach außen abgeführt wird. So wird Heizenergie gespart und der Wohnkomfort erhöht.

Wärmeschutzverglasung

Wärmeschutzverglasung ist eine spezielle Isolierverglasung, bei der eine hauchdünne, unsichtbare Metallschicht – meist Silber – auf eine der Glasscheiben aufgebracht wird. Diese Schicht sorgt dafür, dass Sonnenwärme in das Haus gelangt, gleichzeitig aber möglichst wenig Heizwärme nach außen entweicht. Das verbessert die Energieeffizienz und trägt zu einem behaglichen Raumklima bei.

Wärmetauscher

Ein Wärmetauscher ist ein technisches Bauteil, das Wärme von einem Luftstrom auf einen anderen überträgt – zum Beispiel in einer Lüftungsanlage. Dabei strömen warme und kalte Luft getrennt voneinander durch das Gerät. Die Wärme der verbrauchten Abluft wird genutzt, um die frische Zuluft zu erwärmen. Das spart Heizenergie und sorgt für ein angenehmes Raumklima.

Wechselrichter

Ein Wechselrichter ist ein technisches Gerät innerhalb einer Photovoltaikanlage. Er wandelt den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um – also genau die Stromform, die aus den Steckdosen kommt.

Wintergarten

Ein Wintergarten ist ein lichtdurchfluteter Anbau mit großen Glasflächen, der den Wohnraum erweitert und gleichzeitig einen geschützten Blick ins Freie bietet. Er kann je nach Ausführung ganzjährig als zusätzlicher Aufenthaltsbereich genutzt werden.

Der Wintergarten kann mit einem Flachdach oder einem geneigten Dach ausgeführt werden – zum Beispiel als Verlängerung des Satteldachs oder mit einem separaten Pultdach.

Wohnfläche

Die Wohnfläche bezeichnet die nutzbare Fläche in Wohnräumen innerhalb eines Hauses. Dachschrägen zählen anteilig oder gar nicht, je nach Raumhöhe. Balkone oder Loggien werden anteilig zur Wohnfläche hinzugerechnet. Im Unterschied zur Nettogrundfläche nach DIN 277 werden Flächen des Treppenbereichs, Abstellräume oder Technikräume nicht zur Wohnfläche gezählt.

Wohnkeller

Ein Wohnkeller ist ein Keller, der nicht nur als Lagerraum dient, sondern zusätzlich beheizt und als Wohnraum nutzbar ist – etwa für Gästezimmer, Hobbyräume oder Fitnessbereiche. Damit ein Keller als Wohnraum gilt, muss er bestimmte bauordnungsrechtliche Anforderungen erfüllen, zum Beispiel hinsichtlich Raumhöhe, Wärmedämmung und natürlicher Belichtung über ausreichend große Fenster. Ein Wohnkeller zählt zum beheizten Gebäudevolumen.