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Glossar

Beim Planen eines eigenen Hauses begegnen Sie vielen Fachbegriffen – von Blower-Door-Test bis Satteldach. Unser Glossar hilft Ihnen dabei, den Überblick zu behalten: Hier finden Sie kurze, verständliche Erklärungen zu allen wichtigen Begriffen rund um Architektur, Technik und Ausstattung.

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Balkon

Ein Balkon ist eine Plattform, die sich außerhalb des geschlossenen Wohnraums befindet und als erweiterter Wohnraum im Freien dient. Er liegt in der Regel im Obergeschoss, ist an mindestens einer Seite offen und verfügt über ein fest installiertes Geländer oder eine Brüstung als Absturzsicherung. Ein Balkon kann als Verlängerung der Geschossdecke ausgebildet sein oder auf einem vorspringenden Bauteil wie einem Flachdach-Erker aufliegen, den er zugleich überdeckt. Darüber hinaus trägt er zur architektonischen Aufwertung der Fassade eines Hauses bei.

Barrierearm

Ein Gebäude ist barrierearm, wenn es auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen komfortabel und ohne wesentliche Erschwernisse nutzbar ist. Dazu zählen beispielsweise ausreichend breite Türen, schwellenarme Übergänge, rutschhemmende Bodenbeläge oder eine gute Erreichbarkeit von Räumen wie Bad, Küche oder Schlafzimmer.

Bauantrag

Ein Bauantrag umfasst die schriftliche Vorlage aller erforderlichen Unterlagen zur Prüfung eines Bauvorhabens durch die zuständige Baubehörde. Dabei wird geprüft, ob das geplante Gebäude den baurechtlichen Vorgaben entspricht – etwa den Anforderungen aus dem Bebauungsplan, der Landesbauordnung und weiteren öffentlich-rechtlichen Vorschriften. Zum Bauantrag gehören zahlreiche Unterlagen, unter anderem der Lageplan, Bauzeichnungen mit Grundrissen, Schnitten und Ansichten, Wohn- und Nutzflächenberechnungen, die Baubeschreibung, statische Berechnungen, Nachweise zum Wärme- und Schallschutz sowie die Entwässerungspläne. Der Antrag muss von der Bauherrschaft sowie von einer bauvorlageberechtigten Person wie einer Architektin oder einem Bauingenieur unterzeichnet werden.

Baugrundgutachten

Ein Baugrundgutachten – auch Bodengutachten genannt – liefert wichtige Informationen über die Beschaffenheit des Baugrunds, die Tragfähigkeit des Bodens und mögliche Grundwasserverhältnisse. Es bildet die Grundlage für eine sichere und wirtschaftlich sinnvolle Planung der Gründung, also des Übergangs zwischen Gebäude und Baugrund, über den die Lasten des Hauses in den Boden abgeleitet werden. Das Gutachten wird idealerweise auf Basis der Vorabzugspläne des Hauses erstellt, da dann die geplante Position und die Lastverteilung bekannt sind. Die Kosten dafür trägt in der Regel die Bauherrschaft. Ein grundstücksbezogenes Gutachten schafft Planungssicherheit und hilft dabei, mögliche Anpassungen frühzeitig zu erkennen – so kann der Bauablauf effizient und ohne unnötige Verzögerungen erfolgen.

Bauhaus

Der Bauhaus-Stil ist eine Architekturrichtung, die ihren Ursprung in der gleichnamigen Kunstschule der 1920er Jahre in Weimar hat. Er zeichnet sich durch eine klare, reduzierte Formensprache aus, bei der Funktionalität und Schlichtheit im Vordergrund stehen. Typisch sind kubische Gebäudeformen, einfache Fassaden ohne Dekoration, horizontale Fensterbänder und Flachdächer. Heute wird der Begriff häufig verwendet, um moderne, puristische Wohnhäuser zu beschreiben.

Bebauungsplan

Ein Bebauungsplan wird von den Kommunen für Baugebiete erstellt und legt fest, was auf einem Grundstück gebaut werden darf. Er regelt unter anderem die Art der Nutzung (z. B. Wohngebäude, Gewerbegebäude), das Maß der baulichen Nutzung (wie viel Fläche bebaut werden darf), Abstandsflächen, maximale Gebäudehöhe, Anzahl der Geschosse sowie Dachform und -neigung. Auch Farbe und Material der Fassade können im Bebauungsplan festgelegt werden. Ein Blick in den Bebauungsplan ist daher vor der Planung eines Bauvorhabens unerlässlich, da er rechtlich bindend ist und die Gestaltung des Bauprojekts beeinflusst.

Bemusterung

Die Bemusterung ist der Prozess, bei dem Bauherren die individuelle Ausstattung ihres Hauses festlegen. Sie wählen das Exterieur, wie zum Beispiel die Farbe des Putzes oder sonstige Fassadengestaltungen, Haustür, Fenster, Beschattungslösungen und Dachziegel, sowie das Interieur aus. Zum Interieur zählen unter anderem die Treppe, Wand- und Bodenbeläge, Fliesen, Sanitärobjekte, Zimmertüren, Fenster- und Türgriffe, Fensterbänke sowie die Elektroinstallation und Haustechnik. Der Umfang der auszuwählenden Ausstattungsdetails hängt von der vertraglich vereinbarten Ausbaustufe ab. Die Bemusterung findet in der Regel an einem oder zwei Tagen statt und erfolgt bei FingerHaus in der Ideenwelt in Frankenberg/Eder, wo Bauherren eine ausführliche Beratung und Präsentation der Ausstattungsvielfalt erhalten.

Bewehrungsbinde

Die Bewehrungsbinde ist ein Verstärkungsstreifen, der bei der Verspachtelung von Fugen zwischen Gipsbauplatten eingesetzt wird. Er erhöht die Festigkeit der Fugen und schützt vor Rissbildung.

Blower-Door-Test

Der Blower-Door-Test, auch Differenzdruck-Messverfahren genannt, prüft die Luftdichtheit eines Gebäudes. Dazu wird ein Ventilator in eine Türöffnung eingesetzt, der Unter- und Überdruck erzeugt, um undichte Stellen in der Gebäudehülle aufzuspüren. Diese Undichtigkeiten können zu Energieverlusten und Bauschäden führen.

Bodenplatte

Die Bodenplatte ist die tragende Basis eines Hauses und stellt den Übergang zwischen Gebäude und Erdreich dar. Sie besteht aus einer durchgehenden Stahlbetonplatte, die die Last des Gebäudes gleichmäßig auf den Baugrund verteilt und so für Stabilität sowie Standsicherheit sorgt. Moderne Fundamentplatten, wie die THERMO+ Fundamentplatte, sind mit einer leistungsstarken Perimeterdämmung ausgestattet, um Energieverluste zu minimieren. Während der Herstellung werden Bewehrungselemente zur Verstärkung eingebracht sowie Entwässerungsleitungen und Leerrohre für die Hausanschlüsse integriert. Eine fachgerechte Abdichtung schützt das Gebäude vor aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Erdreich.

Brüstung

Eine Brüstung ist eine feste Begrenzung, die als Schutz vor Absturz dient. Sie kommt unter anderem an Fenstern, Balkonen und Treppen zum Einsatz.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt Bauherrschaften dabei, bei Neubauten energieeffizient zu bauen und erneuerbare Energien zu integrieren. Die Förderung ist an Effizienzhaus-Standards gebunden, die den Primärenergiebedarf und den Wärmeschutz eines Gebäudes regeln. Förderfähig sind die Standards Effizienzhaus 40 und Effizienzhaus 40 mit Photovoltaikanlage, die beide durch eine besonders gute Wärmedämmung und den Einsatz erneuerbarer Energien gekennzeichnet sind. Für diese Standards gibt es finanzielle Zuschüsse und günstige Darlehen.

Bungalow

Ein Bungalow ist ein freistehendes, eingeschossiges Wohnhaus, in dem sich alle Räume auf einer Ebene befinden. Diese Bauweise ist barrierearm und besonders komfortabel für Familien mit kleinen Kindern oder Senioren.