Ein Waisenhaus in Togo

Eine gute Idee wird Wirklichkeit

Togo hat etwa 6 Millionen Einwohner, rangiert auf dem Human Development Index auf Rang 162 von 187 Ländern und ist damit eines der ärmsten Länder der Welt. Die Kindersterblichkeit ist verhältnismäßig hoch und hunderttausende togoischer Kinder zwischen 5 und 15 Jahren werden von ihren Eltern aus blanker Not verkauft oder von Menschenhändlern entführt und in anderen westafrikanischen Ländern wie der Elfenbeinküste zum Beispiel auf Kakaoplantagen versklavt und ausgebeutet.

Aufgrund dieser Situation gründete der Frankenberger Walter Tatzel den »Verein zur Förderung von Bildung und Ausbildung in Togo« und trat mit der Bitte um Spenden für die Errichtung eines Waisenhauses in Togo im Jahr 2010 an FingerHaus heran. FingerHaus hat spontan und unbürokratisch Hilfe und Unterstützung bei diesem ehrgeizigen Projekt zugesagt. FingerHaus hat darüber hinaus auch alle seine Partnerunternehmen und Zulieferer angesprochen, die ebenfalls größzügige Spenden zu diesem Projekt beisteuerten, so dass tatsächlich bald ein Grundstück gekauft und mit dem Bau begonnen werden konnte.

Im März 2013 wurde das Waisenhaus offiziell eröffnet. Auf dem Gelände befinden sich unter anderem ein Küchenhaus, Sanitäranlagen, ein Personalhaus, ein Pavillon und ein Funktionsgebäude. Um das gesamte Grundstück wurde eine schützende Einfriedigung errichtet.

Nach der Fertigstellung und Eröffnung ist ein solches Projekt natürlich noch nicht beendet. So sehen die Zukunftspläne für das Waisenhaus aus: 2017 soll ein weiteres Gebäude auf dem Gelände des Waisenhauses errichtet werden, damit in Zukunft Jungen und Mädchen getrennt untergebracht werden können. Daraus ergibt sich auch die Möglichkeit vier weitere Kinder aufzunehmen. Zusätzlich möchten wir das Nachbargrundstück mit etwa 1.300 m² Fläche erwerben, um für die Jugendlichen einen separaten Rückzugsort zu schaffen. Auf diesem Grundstück sollen dann ebenfalls zwei Gebäude, die den weiblichen und männlichen Jugendlichen ein Zuhause geben, errichtet werden. Nach Beendigung der schulischen Laufbahn sind die Waisenkinder erst fünfzehn bis sechzehn Jahre alt. Danach folgt eine berufliche oder eine dreijährige schulische Ausbildung. Erst mit Abschluss der Ausbildung oder mit Beginn des Studiums ist eine Unterbringung außerhalb des Waisenhauses möglich. Natürlich fühlen wir uns verantwortlich für die Jugendlichen solange zu sorgen und sie zu unterstützen, bis ein selbstständiges Leben möglich ist.

Liebe, Geborgenheit, Bildung und Perspektive

Am 16. März 2013 wurde das Waisenhaus unter großer Anteilnahme der Stadt Kpalimé seiner Bestimmung übergeben.
Wichtige Würdenträger wie Präfekt, Stadtrat, Bischof, Stammesvertreter waren vor Ort, um sich ein Bild zu machen. FingerHaus wurde durch Wilhelm Hillebrand vertreten, der aus Frankenberg ins rund 5.500 Flugkilometer entfernte Togo reiste. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits die ersten Kinder im Waisenhaus eingezogen.

Inzwischen leben 12 Kinder im Waisenhaus: Justine, Bernard, Olivia, Charité, Jean, Christine, Aimée, Josephine, Gregoire, Emmanuel, Odette und Pierette. Insgesamt werden es einmal 16 Kinder sein. Diese Kinder erfahren etwas, was nicht selbstverständlich ist, in diesem bitter armen Land: sie werden liebevoll betreut,  sie haben das Gefühl von Geborgenheit und sie müssen sich nicht darüber sorgen, ob sie am nächsten Tag noch etwas zu Essen bekommen. Was aber in einem Land wie Togo mindestens genauso wichtig ist: sie erfahren Bildung, denn nur das eröffnet Chancen und Perspektiven für ihre Zukunft.

Waisenkinder in Togo
Waisenkinder in Togo
Waisenkinder in Togo
Waisenkinder in Togo
Waisenkinder in Togo
Waisenkinder in Togo
Weihnachten in Togo
Das separate Küchenhaus
Das Schlafzimmer
Waisenkinder in Togo
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Waisenkind in Togo
Waisenkinder in Togo
Togo
Verein zur Förderung von Bildung und Ausbildung in Togo

Vorort in Togo

Der Gründer und Vorsitzende des »Verein zur Förderung von Bildung und Ausbildung in Togo«, Walter Tatzel, stellt Ihnen in einem kurzen Film das Projekt vor und macht einen Rundgang durch die Anlage des Waisenhauses. Machen Sie sich selbst ein Bild von den Entwicklungen vor Ort.